22.07.2010
Von: HR
Großauftrag aus den USA
Nach dem "Mega-Deal" mit Motorola nun der "Mega-Auftrag" von Harbinger Capital für Nokia Siemens Networks. So jedenfalls bezeichnen die Medien den Zuschlag für den Bau eines landesweiten Mobilfunknetzes in den USA für rund sieben Milliarden US-Dollar. Auch bei den Arbeitnehmervertretern wird die Nachricht positiv aufgenommen.
LTE-Mobilfunknetz der vierten Generation
Investor Harbinger Capital hat NSN über seine Beteiligung LightSquared mit dem Projekt beauftragt, das in den kommenden acht Jahren ein Mobilfunknetz für den Standard Long Term Evolution der vierten Generation (4G-LTE) realisieren soll. Das Netzwerk soll die Übertragung über konventionelle Mobilfunkfrequenzen und Satellitentechnik verbinden, um die Abdeckung zu verbessern. LightSquared beabsichtigt, es dann an Betreiber weiterzuverkaufen. Zu den potenziellen Abnehmern gehört nach einigen Berichten unter anderem die Telekom-Tochter T-Mobile USA, die im Gegensatz etwa zu AT&T noch keine Pläne für ein 4G-LTE-Netz präsentiert hat.
Gutes Vorzeichen für US-Präsenz
Der Auftrag setzt kurz nach Bekanntwerden der Übernahme von Motorolas Mobilfunknetzwerkgeschäft ein gutes Vorzeichen für das damit angestrebte Ziel, die Präsenz von NSN in den USA auszubauen. Eine direkte Verbindung zwischen der Motorola-Übernahme und dem Auftrag besteht allerdings laut einer Sprecherin nicht.
Motivation für die Belegschaft
Georg Nassauer, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates von Nokia Siemens Networks, bewertet die Nachricht aus Arbeitnehmersicht positiv: "Die Belegschaft von NSN hat es verdient, nach dem erfolgreichen Motorola-Deal mit der zweiten positiven Nachricht innerhalb einer Woche zum 4G-LTE Auftrag aus den USA für ihr Engagment belohnt und weiter motiviert zu werden. Zu dem von Motorola gekauften Geschäft gibt es bei NSN kaum Überschneidungen. Der Gesamtbetriebsrat hofft, dass durch den Auftrag von LightSquard und die Akquisition der Motorola-Sparte auch Beschäftigung in Deutschland gesichert wird."