13.07.2007
Von: HR
Einigung über Reduktionspläne
Gesamtbetriebsrat und Geschäftsführung von Nokia Siemens Networks haben sich auf einen Interessenausgleich für den geplanten Personalabbau geeinigt. Der Gesamtbetriebsrat stimmte dem Verhandlungsergebnis am Donnerstag zu, am Freitag wurden die Beschäftigten informiert.

Eins ist sicher: Ohne Aktionen wäre nichts gelaufen.
Der vereinbarte Interessenausgleich sieht den Abbau von bundesweit insgesamt 2.290 Stellen vor. Die Hauptlast tragen die drei Münchner Standorte mit insgesamt 1.500 sowie Berlin mit rund 450 Stellen.
Als wichtigster Punkt neben der Verringerung an sich dürfte aus Sicht der Beschäftigten die Bestätigung stehen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Standortschließungen geben wird - der Abbau erfolgt ausschließlich auf freiwilliger Basis. Zusätzlich nimmt NSN von Ausgliederungen in Deutschland Abstand und erklärt sich bereit, die Innovationsfähigkeit des Unternehmens im Rahmen einer gemeinsamen Innovationsinitiative zu stärken. Der Gesamtbetriebsrat wird dazu Vorschläge machen und einen Wirtschaftssachverständigen hinzuziehen.
Für die Umsetzung des Abbaus wird es mehrere Ausstiegsvarianten geben, darunter Aufhebungsverträge mit Abfindungen und dem Angebot von Qualifizierung und Weitervermittlung. Mitarbeiter, die zurück zu Siemens wechseln, sollen wie Siemens-Mitarbeiter behandelt werden.
Gesamtbetriebsratsvorsitzender Georg Nassauer kommentierte die Einigung: "Das Ergebnis wurde nach harten und intensiven Verhandlungen erzielt. Die Reduzierung des geplanten Mitarbeiterabbaus konnte nur dank der starken Beteiligung der Beschäftigten an den Protesten der IG Metall erreicht werden."
Der bayerische Bezirksleiter der IG Metall Werner Neugebauer verwies darauf, dass die von der IG Metall und dem damals zuständigen Gesamtbetriebsrat der Siemens AG abgeschlossene Standort- und Beschäftigungssicherung bis September 2009 betriebsbedingte Kündigungen verhindert und damit erheblich zu diesem Ergebnis beigetragen hat. Er kritisierte "die immer noch sehr hohe Zahl" von 2.290 Stellen, zeigte sich aber überzeugt: "Mehr war nicht rauszuholen."